Acht Stunden Fullpower Bodypainting für einen grossen Wettbewerb



Heute nehme ich dich mit hinter die Kulissen in mein Wittenberger Atelier der diesjährigen Online-Weltmeisterschaft– dorthin, wo Farben brennen, Geschichte atmet und ein Bodypainting plötzlich mehr wird als nur ein Wettbewerb.
Worum geht’s in dieser Folge?
Diese Episode ist der Atem vor dem großen Auftritt. Ein Tag, zwei Bühnen – und alles passiert innerhalb von 24 Stunden. Teil 1 dieses Zweiteilers nimmt dich mit in mein Atelier über den Dächern Wittenbergs, dorthin, wo Kunst noch roh ist, die Hände kalt sind und die Zeit gnadenlos mitläuft.
Es ist 6 Uhr morgens. Der Countdown zur Online-Bodypainting-WM läuft: acht Stunden für ein Werk zum Thema Freedom vs. Control. Während draußen der November graut, entsteht auf Lunas Körper ein lebendiges Bild:
David Bowie vor der Berliner Mauer, „Heroes“ als brennendes Herz, die Wittenberger Stadtkirche als Krone – und ein Löwenzahn, der sich durch Beton frisst. Freiheit, nicht als Parole, sondern als körperliche Erfahrung.
Zwischen Farbe, Fixierspray und Metadaten-Stress öffnet sich eine zweite Ebene: die Geschichte meines Vaters Wilhelm Böhm, die Vertreibung aus dem Sudetenland, ein Wandbild von Stalin und Beneš, das meiner Großmutter einst den Weg in die Freiheit ebnete – und Jahrzehnte später als Bodypainting auf Lunas Rücken weiteratmet. Geschichte wird Haut. Erinnerung wird Bild.
Du hörst in dieser Folge all das, was perfekte Finalfotos verschweigen:
die Kälte im November, die Nervosität kurz vor Upload, die Suche nach dem richtigen Model in letzter Minute – und die große Frage, die über allem schwebt:
Wie viel Freiheit passt auf einen Körper, wenn draußen Systeme Kontrolle lieben?
Am Ende kippt der Tag plötzlich den Modus. Vom Lava-Orange auf der Haut zu Pfannkuchen in der Küche. Vom Hochdruck im Studio zu einem stillen Moment mit Lea im Bauch. Ein Innehalten – bevor es im nächsten Teil weitergeht.
Ausblick:
In Teil 2 führt der Weg vom Atelier in den Großen Malsaal der Cranach-Stiftung: zum Manfred-Wenzel-Kunstpreis, zu drei Schlüsselbildern, Luna als lebendigem Gemälde – und zur Frage, was Kunst, Erinnerung und Freiheit einer Stadt heute zumuten dürfen.
Diese Folge ist das Dazwischen. Der Puls. Der Moment, in dem alles möglich scheint – und noch nichts entschieden ist.
Was du im Video nicht siehst – aber im Podcast hörst:
wie tief diese Arbeit in meine eigene Familiengeschichte eingreift.
Wie der Löwenzahn durch Beton wächst.
Wie die Vertreibung der Sudetendeutschen, die Geschichte meiner Großmutter Franziska und meines Vaters Wilhelm plötzlich auf einer Haut wiedergeboren wurde.
Wie Kunst Erinnerung trägt, wenn Worte zu klein werden.
🎧 In meinem Podcast erzähle ich alles:
Von Bowie am Todesstreifen, von „Freedom vs Control“,
vom Chaos am Vortag,
vom unerwarteten Modelwechsel,
und davon, wie dieser Tag sich später im Großen Malsaal der Cranach-Stiftung vollendet hat.
✨ Teil 1 – Online WM & Bodypainting
Die Farben. Der Druck. Die Geschichte. Der Atem dahinter.
➡️ Jetzt hören auf BodyArt Secrets





✨ Teil 2 – Der Manfred-Wenzel-Kunstpreis
Die drei Bilder.
Die Musik.
Lunas Auftritt im historischen Saal.
Und die Laudatio von Bürgermeister André Seidig.
Worum geht’s in dieser Folge?
Diese Episode ist eine akustische Zeitreise – und gleichzeitig ein sehr persönliches Ankommen. Du begleitest mich von der Online-Bodypainting-WM direkt hinein in den Großen Malsaal der Cranach-Stiftung, durch die Wittenberger Altstadt, vorbei an Geschichte, Erinnerungen und drei Bildern, die an diesem Abend begonnen haben, miteinander zu sprechen.
Im Zentrum steht der Manfred-Wenzel-Kunstpreis – aber eigentlich geht es um viel mehr: um Kunst als lebendigen Erinnerungsraum, um Transformation, um innere Freiheit in Zeiten von Kontrolle. Und um die leisen Linien, die Biografien miteinander verbinden.
Ich erzähle dir, wie meine drei Werke im Malsaal zueinander fanden:
„Ultramorphose“ – ein Nachfalter in Ultramarin, entstanden aus Trauer um meinen Vater und als Sinnbild für Weiterklingen und Verwandlung.
„Ceci n’est pas Cranach“ – Luther mit Gaffer-Tape, ein Bild, das Diskussionen auslöste über Heiligkeit, Humor und Sichtbarkeit.
„Die Augen weit geschlossen“ – Justitia mit VR-Brille, nicht blind, sondern überreizt – und genau deshalb heute im Büro des Bürgermeisters präsent.
Du hörst, warum ART HEROES für mich Menschen sind, die in Systemen der Kontrolle innerlich frei bleiben. Wie sich die Lebenslinien von Manfred Wenzel und meinem Vater Wilhelm Böhm – beide aus dem Sudetenland – ausgerechnet in Wittenberg kreuzen. Und weshalb Erinnerung für mich keinen Sockel braucht, sondern Atem, Haut und Mut.
Diese Folge lebt auch vom Klang des Abends:
Heroes im historischen Malsaal – E-Gitarren unter Renaissancebalken. Luna als lebendiges Gemälde, gekrönt von der Stadtkirche, Lava auf den Schultern, DDR-Emblem, Levi’s-Patch und ein kleiner gelber Löwenzahn, der durch Beton wächst. O-Töne, Applaus, echte Atmosphäre. Und als poetischer Schluss: Claudia Wenzel singt das Lied ihres Bruders Eckhard Wenzel „Lasst uns verweilen“.
Kurz gesagt:
Diese Folge verbindet Bodypainting-WM, Preisverleihung und Familiengeschichte zu einem dichten, emotionalen Hörbild. Sie erzählt davon, wie Kunst Vergangenheit und Gegenwart berührt – und warum ART HEROES genau dort entstehen, wo Erinnerung wieder sichtbar wird.







📸 Alle Fotos vom Shooting, Making-Of und die Original-Entwürfe findest du wie immer auf Patreon.


Über die erwähnten Inhalte:
Claudia Wenzels Buch: “Mein Herz ließ sich nicht teilen”
Angela Merkels Buch “Freiheit: Erinnerungen 1954 – 2021”
Viel Freude beim Eintauchen in Farbe, Kunst und Erinnerung.
Deine Julie 🎨💛✨






