Es begann mit einem Versprechen

Zu Beginn der Schwangerschaft entstand ein erstes Bild in hellem Himmelblau – noch ohne sichtbare Veränderung des Körpers. Ein leiser Auftakt. Die Idee war bereits da: Wenn der Bauch wächst, wird der Mond erscheinen.

Diese Selbstbemalung ist vom Vollmond inspiriert.

Lea wird – wenn der ET stimmt – am 3.3.2026 zur Welt kommen. Wieder bei Vollmond.
Seit Monaten spüre ich ihre Energie. Kraftvoll. Wach. Manchmal fast wie ein innerer Sturm.
Und genau dieses Gefühl wollte ich sichtbar machen.

Schon ganz am Anfang der Schwangerschaft hatte ich mir gesagt:
Wenn der Bauch groß ist, kommt der Mond.

Jetzt ist er da.

Der runde Bauch wurde zur Projektionsfläche, zur nächtlichen Himmelsfläche. Mein Körper verschwindet im Dunkel, das Licht legt sich wie ein blauer Schimmer um die Konturen. Zwei Blitze, ein kühles Split-Lighting, später Nebel und ein feiner Halo von hinten – wie Wolkenlicht in einer klaren Nacht.

Es ist kein „Schwangerschaftsbild“ im klassischen Sinn.
Es ist ein Bild über weibliche Kraft. Über Zyklen. Über dieses uralte Wissen im Körper.

Der Mond steht für Rhythmus. Für Wandel. Für das Kommen und Gehen.
Und für die stille, aber enorme Energie, die in einem Mädchen heranwächst.

Diese Arbeit ist eine Momentaufnahme kurz vor einem Übergang.
Zwischen Erwartung und Ankunft.
Zwischen Innenwelt und Erde.

Begleitend entstand ein Video vom Prozess – vom Self-Painting bis zur finalen Lichtstimmung im Studio. Ein leises Making-of, das zeigt, wie aus Pigment, Atem und Licht ein Vollmond entsteht.

Licht aus.
Mond an.
Und bald: ein neues Leben.

Mond im Bauch.
Licht im Körper.
Zeit im Werden.

„Behind the Moon“ ist Teil einer fortlaufenden Werkreihe, die Schwangerschaft nicht als dokumentarischen Zustand versteht, sondern als poetische Transformation.

Bodypainting, Model, Fotos: Julie Boehm 9.Monat Schwangerschaft

Was passiert, wenn barocke Pracht, Bodypainting und eine Prise pure Absurdität aufeinandertreffen?

Die „Krönung der Goldenen Banane“!

Beim diesjährigen Wittenbergball 2025 durfte ich nicht nur meine neuesten Bananengemälde in der Ausstellung präsentieren, sondern auch live die Bühne erobern – gemeinsam mit meiner Muse und Kaiserin Letizia Borella, die ich in ein prunkvolles Bodypainting hüllte.
Ich selbst? Natürlich als Narr. Denn wer könnte besser die Wahrheit schälen als der Hofnarr, der keine Angst vor der Banane hat? 😉

Die Performance war ein kleines barock-surreales Theaterstück:

  • Die Kaiserin, goldverziert und würdevoll.
  • Der Narr, wild und verspielt, zwischen Kunst und Klamauk.
  • Und über allem – die Banane, Symbol für Macht, Humor und ein bisschen die Fragwürdigkeit all unserer goldenen Fassaden.

Das Publikum schwankte zwischen Lachen und Staunen, während die Bilder lebendig wurden. Und wer ganz genau hinsah, entdeckte vielleicht die Botschaft hinter dem Schalen-Spektakel:
Kunst ist manchmal absurd– aber immer ehrlich wie das Kind in “des Kaisers neue Kleidern”.

Schäle dir deine Wahrheit: Bananensong by Julie Boehm

Die komplette Performance:

🎥 Tauch ein in die absurd-glänzende Welt der Goldenen Banane!
Video morgen auf PATREON!

Credits:

Kaiserin: Letizia Borella
Narr: Julie Boehm
Butler: Carl und Otto, Mathias
Fotos: Marc Zimmermann

Direkte Buchungen sind auch über meinen Shop buchbar:

Die Kunst zwischen Illusion und Reflexion

In der Performance “Ceci n’est pas…” verschmelzen Körper, Leinwand und Besucher zu einem interaktiven Gesamtkunstwerk.

Vernissage Video mit Bodypainting Vorbereitungen

Ein Acrylgemälde mit Martin Luther, geknebelt von einem Tape, mit der Aufschrift „Ceci n’est pas Cranach“, fordert uns auf, über den Künstler hinter den Kulissen nachzudenken: Lukas Cranach, der Meister, dessen Handschrift in der Geschichte oft unsichtbar bleibt.

Parallel dazu verwandelte Julie Boehm ein weibliches Modell in einem Bodypainting zur lebendigen Sternennacht. Sie ist Muse, Künstler und Kunstwerk zugleich – ein Pinsel, der Geschichten malt, und ein Kunstwerk, das zum Nachdenken einlädt.

Der Höhepunkt:

Besucher konnten sich selbst in die Installation integrieren. In einem Rahmen der „Sternennacht“ werden Sie Teil der Kunst – einzigartig, beobachtet und doch ein Teil von etwas Größerem. Ihr persönlicher Moment wird festgehalten und kann über einen QR-Code später heruntergeladen werden.

Performance: „Ceci ce n’est pas“

In der Lutherstadt Wittenberg, einem Ort voller Geschichte, steht heute nicht Martin Luther im Mittelpunkt, sondern Lukas Cranach – der unsichtbare Wegbereiter der Reformation. Die Performance „Ceci n’est pas“ lädt dazu ein, Missverstandenes neu zu betrachten und Verbindungen zwischen Kunst, Geschichte und uns selbst zu schaffen.

Inspiriert von René Magrittes „Das ist keine Pfeife“ hinterfragt die Performance unsere Wahrnehmung. Wie bei Van Gogh, dessen Werk „Sternennacht“ in meiner Bodypainting-Kunst lebendig wird, geht es um die innere Wahrheit hinter der Oberfläche.

Die Besucher:innen waren eingeladen, selbst Teil des Kunstwerks zu werden: Ein Rahmen mit der Aufschrift „Das ist nicht Van Gogh – das bin ich“ gibt ihnen die Möglichkeit, sich im Kontext der Kunst zu reflektieren und fotografieren zu lassen.

Diese Performance ist eine Hommage an all jene, die übersehen wurden, und eine Einladung, das Verborgene neu zu entdecken – in der Geschichte, in der Kunst und in uns selbst.

JB


-> “Hörspiel: Die Nacht der Sterne”, 15.12.24 – 3.Advent

Am dritten Advent lädt ein Hörspiel dazu ein, tiefer in die Welt von Van Gogh einzutauchen. Historische Fakten werden dabei neu interpretiert: Van Gogh befindet sich nicht in der Irrenanstalt von Saint-Rémy, sondern im Gelben Haus von Arles. Dieser Ort symbolisiert seinen Traum – eine Künstlerkolonie, die jeden inspirieren sollte. Einheit, Liebe und Menschlichkeit standen für Van Gogh im Mittelpunkt, unabhängig von Status oder Reichtum.

Er wird als Priester der Kunst dargestellt, ähnlich wie Luther ein Priester der Kirche war. Diese Idee spiegelt sich auch in dem Rahmen wider, der über dem Werk zu sehen ist:

„Das ist nicht Van Gogh – das bin ich.“

Eine Reise durch Kunst, Identität und Reflexion – ein Abend, der Sie einlädt, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern selbst zu werden.

Eröffnungsrede der Vernissage

Zur Gemälde-Ausstellung


🌟Einführung Jana Seeger Cranach-Stiftung Wittenberg
🌟Model: Hermine
🌟Konzept, Installation, Bodyart: Julie Boehm ART
🌟Foto: Marc Zimmermann
🌟Farben Cameleon Bodypaint Cameleon Eugénie Senjo Color PeterSenjo Color

Lavaschlange auf Island

Ich bin endlich von Island zurück und habe so viel Spannendes für dich im Gepäck!
Diese Woche teile ich mit dir etwas ganz Besonderes: das Lava-Painting mit der faszinierenden Schlangenfrau Eliza. Heute bekommst du eine exklusive Vorschau auf die Fotos, und am Donnerstag gibt es dann das Making-of-Video!

Im Fokus steht das erste Body-Painting, das wir in den Lavafeldern bei Kevlavik umgesetzt haben. Eliza bringt ihre unglaubliche Schlangen- und Bewegungsakrobatik mit meiner Body-Art zusammen, was in der rauen Landschaft Islands zu einem wirklich magischen Ergebnis geführt hat.

Video Teaser zum kompletten Artventure auf Patreon ab 19.09.2024

ArtFashionStudio2024
Bodyart: Julie Boehm
Model: Eliza Ruppel

Letzte Woche war ich mit meinem Model Letizia Borella wieder auf Wettbewerb in Tschechien und wir wurden im Publikumsvoting auf Platz 2 gewählt.

Hier siehst du die Erstplatzierten zum Thema “Welt der Süssigkeiten”

Die Inspiration dahinter, meine Konzepte, ein Videomakingof und mehr finale Fotos findest du auf meinem Patreon Kanal

Erlebe die Wittenberger Kunstwege vom 16. August bis 6. September 2024 und tauche ein in eine faszinierende Verschmelzung von Kunst und Alltag! In den Schaufenstern der Altstadt erwartet Dich eine einzigartige Ausstellung, die das Stadtbild auf eine völlig neue Weise erlebbar macht.

Wichtige Termine:

  • Eröffnung: 16. August 2024, 17:00 Uhr, Stadtlabor, Markt 3
  • “Querschnitte”-Ausstellung: Ab 16. August im Stadtlabor und anschließend für drei Wochen im Arsenal
  • Kostenfreie Stadtführungen: Samstags, 17./24./31. August um 11:00 Uhr sowie Freitag, 23. August um 16:00 Uhr (Treffpunkt: Rathausportal)

Besonders freue ich mich, meine Arbeiten im Schaufenster und Shopgalerie der Station 29 sowie in der “Querschnitte”-Ausstellung präsentieren zu dürfen.

Halte Ausschau nach den farbigen Wegpunkten, die Dich durch die Altstadt führen und auf die teilnehmenden Geschäfte hinweisen.
Lass Dich inspirieren und entdecke die Vielfalt der Kunst in Wittenberg!

Teilnehmende KünstlerInnen und Geschäfte:

  1. Dieter Gilfert Cranach-Herberge · Schlossstraße 1
  2. Elke Folgner Salamander · Markt 1
  3. Thomas Schmid Salamander · Markt 1
  4. Eveline Melhorn  Brillen Wagner · Markt 2
  5. Kunstwege Eröffnung  Stadtlabor · Markt 3
  6. Siegfed Appelt, Astrid Lesnik, Bran Johns, Bärbel Mohaupt, Fred Giese  Kunsthof · Markt 4
  7. Anke Vater  Brauhaus · Markt 6
  8. Maria Hermann Taschen Schwab · Collegienstraße 2
  9. Rostislava Todorova DejaVue · Collegienstraße 85
  10. Michaela Strick M+N Moden · Collegienstraße 84
  11. Bertram Freihube EULE · Collegienstraße 20
  12. Silvia Topanka-Freihube EULE2 · Collegienstraße 75
  13. Andrea Lange Stoffwechsel · Collegienstraße 27
  14. Julie Boehm Station 29 · Collegienstraße 29
  15. Yvonne Standke-Schramm Held:innen Werkstatt · Collegienstr, 30
  16. Annette Beisenherz und Wilken Skurk Collegienstraße 70
  17. Frieda Knie  DruckAtelier · Collegienstr. 68
  18. Kathleen Matussek Kronhaus · Collegienstraße 52
  19. Elena Kiselewa-Arendt Martas Hotel · Neustraße 7-10
  20. Ulrike Kirchner  Neustraße/ Ecke Jüdenstraße
  21. Heike Manleitner Kunst.Projekt.Raum Jüdenstraße 6
  22. Jugendkunstschule IG Schneider · Markt 22
  23. Marcel Hoefsloot Kosmetikstudio Chris · Juristenstr. 7
  24. Karl-Heinz Spruth Blickfang · Coswiger Straße 26
  25. Heidrun Feistner Atelier am Schloss · Coswiger Str. 22
  26. Andreas Preibisch BitterSuess Café & Bar · Schlossstr. 22
  27. Querschnitte   ARSENAL Jüdenstraße 

Mehr Infos auf www.wittenberg.de/kunstwege.

Zu meiner Gemälde-Ausstellung in der Station29

Vergangene Ausstellungen

Auszug von der Festsitzung

Hintergrundinfo zum Auftrag: Die motivierende Eingangsrede des Bürgermeisters Torsten Zugehör bei einer Foto-Ausstellung über “prekäre Situationen von Frauen in der Gesellschaft” im Rathaus Anfang des Jahres hatte mich sehr inspiriert. So gestaltete ich das Cover der Festsitzung für 75 Jahre Grundgesetz mit meiner modernen Interpretation von Justitia in Acryl auf Leinwand:

Hier kommt mein Bezug zum Grundgesetz als persönliche Festrede. 
Wegen einer Programmänderung stand anfangs noch im Raum, ein paar Worte zu meinem Kunstwerk zu sagen :

Die Hauptintention vorneweg:
Ich möchte, dass wir die VR-Brille (als Symbol für die alltägliche Reizkulisse, in die wir hineingesogen werden) abnehmen und einander im vollen Respekt begegnen, die Menschenwürde und unseren Frieden bewahren.

—-

Liebe Festgäste,

mein Name ist Julie Boehm, und ich bin eine konzeptuelle Künstlerin, spezialisiert auf Malerei, Bodyart, Fotografie und Film. Seit 2018 habe ich mein Atelier in der Schlossstraße hier in Wittenberg. Erst vorgestern bin ich von einem Bodypainting/Living Statues-Event in Tschechien zurückgekehrt. Dieses inspirierende Erlebnis hat mir einmal mehr die Kraft der Kunst und die verbindende Kraft der Kreativität gezeigt.

Wer bin ich und woher komme ich?

Ursprünglich komme ich aus Bayern, doch mein Name stammt von der Heimat meines Vaters: Böhmen.
Als Vertriebener und künstlerisch tätiger Autor verfasste mein Vater vier autobiografische Romane über die Geschichte der Unmenschlichkeit , die er nach dem 2. Weltkrieg erlebte.
Er warnte mich davor, mit Tschechen zu arbeiten, da sie gefährlich seien, wenn sie meinen Namen hören.
Doch im Laufe meines Lebens habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Der Chef des Festivals in Tschechien fuhr mich sogar persönlich als eine der 45 teilnehmenden Künstlerinnen zum Bahnhof, weil mein Zug so früh startete.

Meine diesjährige Arbeit zum Thema “Welt der Süssigkeiten”

In Böhmen wirkte auch Jan Hus, ein Wegbereiter Luthers, der noch vor der Reformation auf Missstände in der Kirche und soziale Gerechtigkeit hinwies, ähnlich wie es unsere heutigen Grundrechte tun. Somit sind wir hier in Wittenberg, das für Luthers Umwälzungen berühmt wurde, auch mit den Tschechen und deren Werten verbunden.
Ebenso referierte Luther auf die Hussitenbewegung in seinen Thesen.

Indem ich Vorurteile und Ängste abschüttelte, entdeckte ich eine Welt voller Freundlichkeit und Respekt. Letztes Jahr wurde von einer professionellen Künstler Jury zur tschechische Bodypainting-Meisterin in Prag gewählt.

Dieses Jahr gab es in Brno ein reines Publikumsvoting, bei dem ich ohne, dass ich die Leute kannte oder aktive Fans dabei hatte zur tschechischen Vizemeisterin mit meiner Arbeit gewählt:

Die Menschen dort sind offen und herzlich. Diese Begegnungen haben mir gezeigt, dass Vorurteile oft unbegründet sind und dass Menschlichkeit überall zu finden ist, wenn wir bereit sind, unsere Herzen zu öffnen.

Meine Künstler-Community und Unterstützer begegnen mir mit Respekt und Wertschätzung. Diese Erfahrungen bestärken mich in dem Glauben, dass Kunst Brücken zwischen Kulturen und Menschen bauen kann.

Welche Erfahrungen habe ich gemacht und was habe ich beobachtet?

2023 hatte ich ein Fotoshooting als Model für das kanadisches Fotostudio “ArtFashionStudio” mit der italienischen Künstlerin Lucia Postacchini am Toten Meer in Israel als Athena, Friedensgöttin der Verhandlung, mit der Botschaft, dass der Ukraine-Krieg eine friedliche Lösung durch Verhandlungen finden möge. Ein Jahr später kam es in Israel zum Krieg. Diese Erfahrungen zeigen, wie zerbrechlich der Frieden ist und wie wichtig es ist, für Dialog und Verständigung einzutreten.

Mir scheint, dass das Narrativ der Angst, das uns in den Medien vermittelt wird, oft daran hindert, in menschlicher Geste zusammenzuhalten, die Meinung des anderen zu respektieren und ihn als Individuum zu sehen.
Jeder Mensch ist anders – und das ist gut so.
In meiner Kunst sehe ich mich als Mediatorin. In meinem Gemälde habe ich das dargestellt, was Angst macht – vor allem die falschen Nachrichten, die uns den Fokus auf das Wesentliche, wie die Menschenwürde, nehmen.

Warum feiern wir heute?

Heute feiern wir den 75. Geburtstag des Grundgesetzes, das ursprünglich nur eine vorläufige Verfassung sein sollte, aber einen Grundstein der Menschlichkeit gelegt hat.
Ja, es war als Übergangslösung geplant. Doch heißt es nicht immer: Nichts hält besser als ein Provisorium? Ich glaube, da ist viel Wahres dran.
Das Grundgesetz ist ein Symbol für Frieden, Einheit und die Wahrung der Menschenwürde.

Wie drückt Kunst unsere Grundrechte aus?

Mir ist wichtig, dass wir die VR-Brille – als Symbol für die alltägliche Reizkulisse, in die wir hineingesogen werden – abnehmen und einander im vollen Respekt begegnen, die Menschenwürde und unseren Frieden bewahren.
Es ist beeindruckend, wie sich unsere Stadt für proaktives Mitreden und praktizierte Menschlichkeit im Sinne des Grundgesetzes einsetzt. 
Ende Juni werde ich einen Workshop leiten, in dem wir uns unter dem Motto „Kunst findet Stadt“ mit inneren wie ästhetisch motivierenden visuellen Werten in der wunderschönen Lutherstadt auseinandersetzen.

Dieser Workshop bietet eine Gelegenheit, unsere gemeinsamen Werte zu reflektieren und zu feiern, wie Kunst uns helfen kann, diese Werte zu stärken und zu verbreiten.

Worum geht es in meinem Gemälde „Die Augen weit geschlossen“?

Mein Bild „Die Augen weit geschlossen“ in Acryl auf Leinwand entstand anlässlich des 75. Jubiläums des Deutschen Grundgesetzes.

Die Verkörperung der Gerechtigkeit steht im Zentrum eines digitalen Kaleidoskops, eines viralen Dschungels voller Ablenkungen – polarisierend und laut. Eingetaucht in die virtuelle Realität hat sie zwar permanent alles im Blick, und doch fällt das Sehen schwer. Die Reizüberflutung verschleiert mehr, als sie enthüllt.

In dieser Ära, in der die Grenzen zwischen virtueller und realer Erfahrung verschwimmen, symbolisiert Justitia mit ihren „weit geschlossenen“ Augen die Herausforderung, mit der wir konfrontiert sind: Die Fähigkeit, Wahrheit zu erkennen, während wir gleichzeitig von einer Flut an Information und Desinformation umgeben sind.

Heute gilt: „alles, überall und gleichzeitig“ – auch für unsere mentale Gesundheit ist dies eine echte Bürde und erschwert die Richtungssuche.

Dieses Gemälde, inspiriert von Delacroix‘ „Die Freiheit führt das Volk“ und angereichert mit der Farbpalette von Edvard Munch, kann als postmoderner Expressionismus mit einem Hauch von Romantik betrachtet werden, reflektierend und kritisch.

Es steht im Kontext des 75. Jahrestages des Grundgesetzes, einem Symbol für Frieden und Einheit, das uns daran erinnert, unsere digitale und analoge Existenz zu hinterfragen und neu zu interpretieren.

„Die Augen weit geschlossen“ kann eine Aufforderung an uns alle sein, den Umgang mit unseren Rechten aus einer humanistischen und respektvollen Perspektive, die den Umständen der Gegenwart gerecht wird, neu zu betrachten, um eine nachhaltige und friedvolle Zukunft in Einklang mit unserer Natur zu gestalten.
Dabei mahnt uns das Gemälde, stets die Balance auf Justitias Waage im Auge zu behalten und wachsam zu sein, sodass wir den ‚Tipping Point‘ in unserer vernetzten sozioökologischen Struktur nicht überschreiten – eine essenzielle Überlegung, um den Frieden und die Natur in unserer modernen Gesellschaft zu bewahren.

Was können wir aus diesem Tag mitnehmen?

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe, dass wir alle zusammen in einer Welt leben können, die durch Respekt, Menschlichkeit und die Prinzipien unseres Grundgesetzes geprägt ist.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Werte, die in unserem Grundgesetz verankert sind, nicht nur auf dem Papier stehen, sondern in unserem täglichen Leben gelebt werden.

Julie Boehm


Das Gemälde ist in meinem Shop auf Anfrage erhältlich:

Komm mit auf mein Shooting-Artventure mit Selbstbemalung in Nürnberg, wenn ich mich in die Wolkenfrau mit einem Hut inspiriert von “My Fair Lady” verwandle

Du erfährst auch welche Materialien ich genutzt habe um in 2 Stunden Malerei diese Transformation hinzubekommen.

Fotograf: Gerhard Oschütz
Bodyart, Kostüm, Model: Julie Boehm


Begleite mich nächste Woche im Video Artventure auf PATREON, auf einer einzigartigen Reise durch Schatten und Licht, wo ich mich selbst bemale um die mystische Schönheit und die tiefe Symbolik dieses kraftvollen Sternzeichens zum Leben zu erwecken.

In der Nacht, wo Gold in Schatten spielt,
erwacht der Skorpion, sein Panzer zieht.
Mystisch, prächtig, in der Dunkelheit verwebt,
wie ein Juwel, das leise im Mondlicht schwebt.

Aus Asche neu, ein Phönix gleich entflammt,
sein Stachel schützt, was sein Herz umrahmt.
Zerbrechlich innen, doch außen stark und wild,
ein Wesen, das in Stille seine Träume füllt.

Seine Scheren, mächtig, warnen vor Gefahr,
doch in seinem Glanz liegt eine Botschaft klar.
Empowerment in jedem Schritt, so schnell,
ein Schmuckstück der Nacht, von Mysterien so hell.

Er tanzt allein, ein Jubel in der Stille,
sein Wesen spricht von ungebändigtem Wille.
Doch nah ihm kommen, heißt das Risiko verstehn,
sein Anblick fesselt, lässt niemanden gehn.

So trägt er Kraft und Schönheit in der Nacht,
ein Skorpion, der über seine Grenzen wacht.
Er spiegelt uns, im Tanz mit Licht und Schatten,
das Rätsel des Lebens, in allem was wir hatten.

In the night, where gold and shadow blend, The scorpion wakes, its armor to defend. Mystic and grand, in darkness it weaves, Like a jewel that quietly in moonlight believes.

From ashes anew, like a phoenix in flame, Its sting guards the heart, love’s frame to claim. Fragile within, yet fierce outside and bold, A creature that in silence fills dreams untold.

Its claws, so mighty, a warning they spell, Yet its gleam holds a truth, clear to tell. Empowerment in each step, swift and keen, A jewel of the night, in mysteries seen.

It dances solo, a cheer in the quiet, Its essence speaks of a will, undenied riot. But to approach, is to know the risk you court, Its sight enthralls, leaving none to abort.

Bearing strength and beauty through the night, A scorpion vigilant, beyond its plight. Reflecting us, in dance with shadows and light, The puzzle of life, in all our sight.

Ankündigung:
Magie der Nacht” mit einer exklusiven Videopremiere zum nächsten “Magic Monday” 1.April 24 auf Patreon